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Kulturreisen
Das Baltikum…. Tallinn... Reise in die Kulturhauptstadt 2011 PDF Drucken E-Mail

 

 

Der Kulturkreis Erftstadt unterstützt das Vorhaben des Club Viry-Chattilon e.V., im Chopin-Jubiläumsjahr eine "Reise auf den Spuren von Chopin nach Paris" anzubieten. Wenn Sie mitreisen möchten, wenden Sie sich bitte  an Frau Christel Meyer (Tel.s.u.).

 

Bitte  beachten Sie auch unsere Konzertveranstaltung am

 

Sa 18.09.10 - 19.00 Uhr im Rittersaal des Schloss Gracht:

          Frédéric Chopin - Ein musikalisch – literarisches PortraitKim-Wst-k

Horst Küstner

Kulturkreis Erftstadt e.V.

 

 

 

 

Club Viry-Chatillon e.V.

                           Deutsch-französischer Freundeskreis

 

Herbst-Programm

Chopin-Reise nach Paris

 

                                                                                              Erftstadt, 19.8.2010

 

Liebe Mitglieder, liebe Freunde unseres Clubs,

 

die Ferien sind fast vorbei. Wir hoffen, dass Sie sich alle gut erholt haben und laden Sie deshalb zu unseren nächsten Terminen ein:

 

2.Sept.            Kulinarische Kulttour durch Lechenich unter dem Schwerpunkt

                        „Franzosen in Erftstadt“ zum Preise von 49,50 €. Im Preis ist neben der

                        Führung ein 3-Gänge-Menu und je Gang ein Getränk enthalten.

                        Einkehr:  „Amtsgericht Lechenich“, „Husarenquartier“ und „Haus Bosen“

                       Anmeldungen sofort bei Christel E.Meyer, Tel. 02235-72932 oder

                       per Email                 

              

 18. Sept.      19.00 Uhr Rittersaal, Schloss Gracht. E.-Liblar. Frédéric Chopin,    

                      „Ein      musikalisch-literarisches Portrait“ mit dem Autor und Spre-

                       cher Hans-Werner Wüst, am Klavier seine Frau Sung-Hee Kim

                       Wüst.

                       Veranstaltung des Kulturkreis Erftstadt e.V. Karten in                 

                       den bekannten Vorverkaufsstellen und der Geschäftsstelle des

                       Kulturkreises, Telefon 02235/ 44234.

 

7. Okt.             19.00 Uhr, VHS am Marienplatz in Liblar. Eine Gemeinschafts-

                        veranstaltung für die 3 Partnerschaftsvereine. Thema: „Wenn uns das        

                        Selbstverständliche abhanden kommt – wie Menschen                                         

                        unterschiedlicher Herkunft miteinander kommunizieren.“ Workshop mit                           Ursula Goeth.

 

Passend zum Chopin-Jahr bieten wir Ihnen vom 22. bis 24.Okt. eine Reise nach Paris auf den Spuren von Chopin mit  sehr interessantem, kulturellem Programm an:

Besichtigungen

Rodin-Museum. Glücklicherweise findet gleichzeitig eine Henry Moore-

Ausstellung statt. Musée de la Vie Romantique (Eigentlicher Name des Chopin-Museums); Sonderführung in der Opéra Garnier; Führung auf dem Père Lachaise (Der berühmte Friedhof der Berühmtheiten). Anmeldungen zu dieser Reise bitte nur an: Christel Meyer, Tel.: 02235-72932

 

(Ausführliches Programm umseitig.)

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen bei möglichst vielen Veranstaltungen.

 

Mit partnerschaftlichem Gruß

 

 

Programm der Reise

 

1. Tag     Abfahrt 7.00 Uhr, Schützenplatz Erftstadt-Lechenich. Anreise nach Paris, Besuch und Führung im Rodin-Museums, incl. Henry-Moore-Ausstellung. Weiterfahrt zum Hotel Kyriad Paris La Villette. Gemeinsames Abendessen im Hotelrestaurant „Côte à Côte“.

 

2. Tag     Besuch mit Audioguide im Chopin-Museum, Weiterfahrt zur Opéra Garnier, Gelegenheit zu einem „petit noir“ im Café de la Paix.

 

Abendessen nach Art der Gallier im Restaurant Nos Ancêtres les Gaulois. Urig, stimmungsvoll, ländlich - kaum vorstellbar mitten in Paris zu sein.

Erleben Sie einen geselligen Abend mit Rohkost aus dem Korb zum selber schnippeln, deftige Würste, Pasteten und Salate vom Buffet, Fleisch nach Wahl vom Grill, Käseplatte und ein Dessert nach Wahl. Einfach leben wie die Gallier. Dazu reichlich und unbegrenzt Rotwein aus dem Fass.

 

3. Tag     9.00 Uhr Abfahrt vom Hotel mit Gepäck zu einer Führung auf dem Friedhof Père Lachaise. Wir besuchen natürlich das Grabmal von Chopin, aber auch von Romy Schneider, Edith Piaf u. a. .

 

Ankunft in Erftstadt: ca. 20 bis 21.00 Uhr

 

Arrangementsleistungen

 

Fahrt im modernen Reisebus,

2 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet und 1 Abendessen im Hotel Kyriad und

1 Essen à la Asterix und Obelix auf der Île St. Louis

 

Eintritte und Führungen.

Preis: 269,00 €  por Person im DZ, Einzelzimmerzuschlag: 60,00 €

Anzahlung von 50,00 € bei Anmeldung

Restsumme bis 8.10.2010

 

 

 

 

 

 

Kulturhauptstadt und ursprüngliche Landschaften in Estland


Das Baltikum…. Tallinn – Kulturhauptstadt 2011


und Besuch in Finnland: Helsinki


04.- 08.05.2011



Unsere Reise stellt Ihnen eine der wichtigsten baltischen Hansestädte vor und verbindet dabei ausführliche Betrachtungen zur Kolonisation, zum Deutschen Orden oder zum Landleben, um Beziehungen zu Handels- und Hansestädten deutlich zu machen: Tallinn, das frühere Reval. Kunstgeschichtlich stehen das Mittelalter und die Backsteingotik im Vordergrund. Aber auch das ländliche Gutsleben mit seinen Herrenhäusern
kommt nicht zu kurz.


Tag_1

1. Tag: Zauberhaftes Tallinn (Reval)

Flug nach Tallinn.
Nach dem Hotelbezug erwartet Sie die Besichtigung der estnischen Hauptstadt. Das frühere Reval wurde im Laufe der Jahrhunderte abwechselnd von Dänen, Deutschen, Schweden und Russen beherrscht, bevor 1918 die Erste Estnische Republik ausgerufen wurde. Die Tallinner Altstadt gleicht einem zauberhaften Museum mittelalterlicher Architektur, mit einigen schönen Beispielen aus Renaissance, Barock,
Neoklassizismus und Jugendstil. Bei einem Stadtrundgang sehen Sie u.a. das Schloss (heutiger Sitz des Parlaments), den Pikk Herrmann (Langer Herrmann), die Alexander Newski Kathedrale, den Dom, das Haus der Großen Gilde, die Ratsapotheke, reizvolle Gassen, die Stadtbefestigung mit der "Dicken Margarete" und die Heiliggeistkirche mit dem Flügelaltar aus dem 15. Jhdt. des Lübecker Meisters Bernd Notke. Abendessen und Übernachtung in Tallinn.

 

2. Tag: Schloss Kadriorg und die Welt des Zaren


Am Vormittag steht die mittelalterliche Nikolaikirchemit dem imposanten Totentanz von Bernd Notke auf dem Programm.

 

Tag_2


Anschließend besuchen Sie Schloss Kadriorg. Dieser weiträumige Barockpalast war die Sommerresidenz des Zaren Peter I. und beherbergt heute die estnische Kunstkollektion mit Werken europäischer und russischer Künstler aus dem 16. bis 20. Jahrhundert. - Am Nachmittag haben Sie Zeit zur freien Verfügung. Abendessen und Übernachtung in Tallinn.

 


3. Tag: Perle des Klassizismus….. Helsinki - Mit dem Schiff nach Finnland


Tagesausflug per Schiff nach Finnland, in die „Perle des Klassizismus“: Helsinki. Sie beginnen Ihre Führung auf den Spuren des Architekten Carl Ludwig Engel (1778-1840), der das repräsentative Zentrum Helsinkis nach dem Vorbild von Sankt Petersburg plante.. Rund um den zentralen Senatsplatz (Senaatintori) liegt ein einzigartiges klassizistisches Ensemble mit dem 1830 - 1852 erbauten Dom (INNEN), dem alten Senatsgebäude und dem Hauptgebäude der Universität. Zu den weiteren stadtbildprägenden klassizistischen Bauten zählen u. a. die Universitätsbibliothek und der Präsidentenpalast. Engels
klassizistisches Zentrum brachte Helsinki später den Beinamen „weiße Stadt des Nordens“ ein. Den ebenfalls in Helsinki reich vertretenden Jugendstil lernen Sie in den Stadtteilen Katajanokka und Kruununhaka kennen.


Tag_3


Im Anschluss haben Sie noch Zeit zur freien Verfügung, bevor es mit dem Schiff zurück nach Estland (Tallinn) geht. Abendessen und Übernachtung in Tallinn.

 

 

4. Tag: Rakvere (Wesenberg) – Wehrkirche Haljala - Gut Sagadi - Gut Palmse -

Ausflug in das mit der Hanse eng verwobene Städtchen Rakvere mit beeindruckender Ordensburganlage. Weiterfahrt zur Wehrkirche in Haljala und zum Herrenhaus Sagadi mit schönem Landschaftspark aus dem frühen 19. Jhdt.. - Den Abschluß setzt das in einem Park gelegene, einzigartig schöne Gutsensemble von Gut Palmse, das einen sehr guten Einblick in das Leben baltischer Gutsbesitzer gestattet.

 

Tag_4


Rückfahrt nach Tallinn. Abendessen und Übernachtung.

 

 

5. Tag: Abschied von Tallinn.


Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Nach der Mittagspause fährt Sie unser Transfer-
Bus zum Flughafen. Rückflug.

 


Leistungen:

  • Linienflug Düsseldorf - Tallinn – Düsseldorf**
    (via Prag) mit Czech airlines

  • Transfer mit dem Bus von Erftstadt - Flughafen
    Düsseldorf - nach Erftstadt

  • Transfer Flughafen – Hotel – Flughafen**

  • Sicherheits- und Flughafengebühr (es sind
    110,- € im Reisepreis enthalten -Stand
    31.05.2010). Wir behalten uns eine Nachberechnung
    vor, falls die airline diese Gebühren
    erhöhen sollte, z.B. aufgrund anhaltender
    Ölpreissteigerungen)**

  • 04 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet in
    Hotels der ***-Kategorie (z.B. Hotel Metropol
    oder vergleichbar)

  • Doppelzimmer mit Dusche/Bad und WC

  • 04 Abendessen (exkl. Getränke)

  • Busgestellung für die Ausflüge

  • Qualifizierte deutschsprechend. Reiseleitung

  • Stadtführung in Tallinn

  • Eintritt und Führung Niguliste-Kirche (Totentanz
    von Notke)

  • Führung in der Heiliggeistkirche (Altar von
    Notke)

  • Stadtführung in Helsinki

  • Hin- und Rückfahrt Tallinn – Helsinki mit
    Tallink (inkl. Bus)

  • Eintritt und Führung Schloss Kadriorg

  • Führung in Rakvere

  • Eintritt in der Ordensburgruine Rakvere

  • Besuch Wehrkirche Haljala

  • Besuch Herrenhaus Sagadi (außen)

  • Eintritt und Führung Gut Palmse



Angebot freibleibend - Änderungen vorbehalten - Preis beinhaltet keine Feiertagstermine

 

Bei Interesse nutzen Sie einfach unser Kontaktformular

 

DAS ANMELDEFORMULAR FINDEN SIE HIER


 

 
Reisetagebuch Berlin-Reise PDF Drucken E-Mail

Auf den Spuren von Theodor Fontane und der Romantik zur Museums-Metropole und der Nofretete

Havelland, Berliner Schatztruhen und Spree-Land

 

Das war das Thema unserer Reise.

All das haben wir sehen und erleben dürfen , im schönsten Sonnenschein !

 

Reisetagebuch

 

Freitag, 23.04.2010

 

Schon morgens um 6.15 Uhr vom Bahnhof Erftstadt geht es los. Verabschiedet wurden wir ganz lieb von Herrn Küstner und Frau Hendel, die mit einem kleinen Überlebensgebäck-Päckchen für unser Wohl sorgten (Beide waren sicher lange nicht mehr so früh am Bahnhof!). In Köln angekommen steht unser ICE bereit. Schon im Zug war eine gute Stimmung, alle waren neugierig auf das hochkarätige Programm.

 

Schinkel_KlauseAnkunft in Berlin um 11.08 Uhr; der neue Bahnhof ist schon sehenswert und die Sonne scheint. Unser Reiseführer holt uns ab und wir fahren ganz bequem mit dem Taxi ins Hotel Angleterre****, was ideal liegt und zwar an der Friedrichstraße; um die Ecke liegt das Regierungsviertel, Brandenburger-Tor , Jüdisches Museum usw. ...

Nach dem Einchecken im Hotel und einer kleinen Händewasch-Pause gehen wir im Sonnenschein erst einmal zu Schinkel in das Nikolei-Viertel, in die Wiege Berlins seit 1237.

Hier haben so berühmte Persönlichkeiten wie Heinrich Zille, Gotthold Ephraim Lessing und Claire Waldorf gewohnt sowie Friedrich Schinkel, der uns auf dieser Reise noch oft begegnen wird. Wir sehen den Rekonstruktionsversuch von Schinkels Bauakademie und das Gebiet des ehemaligen Berliner Schlosses.

Aber auch die beeindruckenden Gebäude von heute lassen wir nicht außer Acht.

Bei einem ersten Spaziergang sehen wir den Potsdamer Platz mit dem Sony-Center oder die Philharmonie, das weltberühmte Stammhaus der Berliner Philharmoniker, und staunen, was Berlin alles so zu bieten hat.

Voller Eindrücke, was Schinkel und Co in Berlin alles gebaut hat, treffen wir uns zum Abendessen im Hotel, das Bufett ist eröffnet und bei einem guten Glas Wein lassen wir den ersten Tag in netter Runde ausklingen.

  

Sonnabend, 24.04.2010

 

Reisegruppe-Schloss-CharlottenburgNach einem sehr guten Frühstück treten wir um 9 Uhr (wie sagte noch eine nette Dame: „Wer was erleben will, muss früh aufstehen.“) die „Zeitreise“ an. Sie führte uns von der Ära des Biedermeier und der Romantik in die wilhelminische Kaiserzeit. Das erste Highlight ließ nicht lange auf sich warten: das historischen Stadtgericht. Im Inneren begegnen wir einer märchenschlossartigen Atmosphäre. Besonders sehenswert sind seine Treppenhäuser, die durch ihre geschwungenen Formen sehr stark von der Wiener Sezessionsarchitektur beeinflusst wurden. Jugendstil an der Spree…! Weiter geht’s zum nächsten Geheimtipp. In unmittelbarer Nachbarschaft des Schlosses Charlottenburg liegt das Bröhan –Museum, ein kleines feines Museum für Jugendstil und Art-Deco. Eine nette Dame führt uns in die Welt des Jugendstils, des Art Deco und des Funktionalismus ein. Sammlungs-Schwerpunkte sind Arbeiten des französischen und belgischen Art Nouveau, des deutschen und skandinavi- schen Jugendstils sowie Ensembles des französischen Art Deco.

Das Bröhan-Museum trägt den Namen seines Gründers Karl H. Bröhan, der anlässlich seines 60. Geburtstages seine Privatsammlung der Stadt Berlin schenkte.

Diese Menschen braucht das Land.

Und immer noch scheint die Sonne, sodass wir in dem weitläufigen Park von Schloss Charlottenburg und in der Orangerie des Schlosses Mittag machen.

Wunderschön !!!!!

Nun machen wir den Weg zum Ziel, besuchen den Dorotheenstädtischen Friedhof, einem „aufgeschlagenen Kulturgeschichtsbuch“. Hier sehen wir u.a. die Gräber von Schinkel, C.D. Rauch, Fichte und Litfass. Wir gehen anschließend bei den „Hackeschen Höfen“ vorbei, sehen die „Friedrichswerdersche Kirche“ - wieder ein Schinkel-Bauwerk, den „Hamburger Bahnhof“, und vieles mehr.

 Und da liegt sie, die Museumsinsel, beeindruckend schön. Zwischen Spree und Kupfergraben bildet sie mit ihren fünf Gebäuden „Altes Museum, Neues Museum, Alte Nationalgalerie, Bode-Museum und Pergamonmuseum“ ein unvergleichliches, historisch gewachsenes Ensemble der Museums- und Kulturgeschichte, das 1999 von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Alle sind gespannt auf Nofretete und auf das „Neue Museum“, das erst 2009 wieder eröffnet wurde. Unsere Führung beginnt auch gleich. Alleine das Museum als Gebäude ist schon eine Reise wert. Die Präsentation der Nofretete wird zelebriert und dies in vollendeter Form. Geheimnisvoll und schön!!!!

 Zum Abendessen sind wir heute in Kreuzberg (im Jalesch) in einem angesagten (um es in Neudeutsch auszudrücken); Hippen-Restaurant). Hier werden wir mit einer sehr guten Österreichischen Küche verwöhnt, die beste außerhalb Österreichs, was auch ich so empfunden habe. In sehr fröhlicher Runde wird so manches Anekdötchen zum Besten gegeben.

 

Sonntag, 25.04.2010

 

Heute geht es ins Havelland und Spree-Land.

Als wir nach dem Frühstück unseren Bus betreten, staunen wir nicht schlecht, wir haben einen riesigen Bus, in dem jeder für sich eine Menge Raum zu Verfügung hat. Nun fahren wir Richtung Havelland und immer noch scheint die Sonne, es ist herrlich warm.

Der Weg führt uns am Tiergarten vorbei, mit den prächtigen Villen und Botschaften in Richtung Paretz. Das idyllische Dorf liegt 20 km nördlich von Potsdam an der Havel, eingebettet in eine malerische Landschaft. 1197 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, erwarb der preußische Kronprinz Friedrich Wilhlem III.(1770 - 1840) das Gut Paretz. Schloss Paretz war der Lieblingsaufenthaltsort des preußischen Königspaares Luise und Friedrich Wilhelm III.. Angekommen sind wir überrascht, wir hatten ein Schloss erwartet und finden - auf den ersten Blick betrachtet - „nur ein Landgut vor“.

Die Erklärung erhalten wir bei einer sehr guten Führung.

Von dem bedeutenden Landbaumeister David Gilly und seinem Sohn Friedrich ließ Friedrich Wilhelm III. das Gutshaus zu einem einfachen Landschloss, die mittelalterliche Kirche neugotisch und das gesamt Dorf in früh-klassizistischem Stil umgestalten. Es entstand ein Musterbeispiel preußischer Landbaukunst.

Die bestechend schlichte Eleganz der Schloss-, Wohn- und Stallgebäude, die sich harmonisch in die natürliche Umgebung der weiten Havelniederung einfügen, sind nicht zuletzt das Ergebnis einer bemerkenswerten Vorgabe von höchster Stelle: „Immer dran denken, das Sie für einen armen Gutsherren bauen“, hatte König Friedrich Wilhelm III. seinen Baumeister David Gilly ermahnt. Das Schloss schmückt sich im Inneren sehr wohl mit kostbaren einmaligen Papiertapeten, die einen verwunschenen Garten aus Papier mit exotischen Vögeln, Blüten-Ranken und Staffagen darstellen.

 Heilandskirche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser nächstes Ziel ist Potsdam. Hier machen wir eine Mittagspause und genießen das quirlige Leben auf der Brandenburger Straße, die zum Brandenburger Tor führt.

Auch Potsdam hat ein eigenes „Brandenburger Tor“.

Und weiter fahren wir durch das schöne Havelland bei Sonnenschein und sehen überall weiße Segel auf der Havel. Alle, die ein Boot haben, scheinen heute wohl unterwegs zu sein.

Unser nächstes Ziel ist die Heilandskirche in Sacrow. Wie ein vor Anker gegangenes Schiff liegt die 1843/44 von Ludwig Persius (1803 - 1845) im Auftrag Friedrich Wilhelm IV. erbaute Heilandskirche malerisch am Havelufer. Der rechteckige Saalbau wird von Rundbogen-Arkadenhallen auf Sandsteinsäulen umgeben, die eine dreischiffige Basilika suggerieren. Daneben ragt der völlig freistehende Campanile empor. Das monumentale Apsisgemälde mit der Darstellung „Christus und die vier Evangelisten“ wurde nach dem Entwurf von Carl Begas (1794 - 1854) von Adolf Eybel (1808 - 1882) in Freskotechnik gemalt. Jakob Albery (1811 - 1870) schuf die Lindenholz- Statuetten der zwölf Apostel. Es ist ein beeindruckendes Gotteshaus, das heute durch seine romantische Lage sehr gerne als Hochzeitskirche genutzt wird.

Und weiter geht’s zum Schlosspark von Klein-Glienecke, wo wir einen Stopp einlegen und durch den Schlosspark geführt werden. Hier erfahren wir, dass man zu Kaiserszeiten in der besseren Gesellschaft keinen Blumenstrauß mitbrachte,wenn man zu Kaffee und Kuchen eingeladen wurde. Nein, man schenkte (ein?)Fragment(e) (wie auf dem Foto zu sehen – auf welchem Foto?), was dann an die Hauswand angebracht wurde, um zu bekunden, dass man weit gereist war.Einige Damen sind sich einig, wir verzichten in Zukunft auch auf Blumen.

 Villa-LiebermannUnd nun zu einem weiteren Highlight: wir sind eingeladen in die Villa Liebermann am Wannsee. Dort angekommen, erfahren wir, dass just heute der 100. Geburtstag der Liebermann-Villa begangen wird. Es ist eine Augenweide, dieses Refugium, das sich Max Liebermann 1909 bauen ließ und selber feststellte: „Das ist mein Schloss am See“. Es ist zwar kein Schloss, aber es hat die Aura eines ganz besonderen Gebäudes. Von der reizenden Dame, die uns durch das Anwesen führte, erfahren wir noch einige Details, die ich nicht verheimlichen möchte.

 

 

 

 

   

Garten-Villa-LiebermannMax Liebermann (1847 - 1935) gilt durch sein Werk und seine kunstpolitische Tätigkeit als einer der wichtigsten Wegbereiter der modernen Malerei. Als junger Maler kämpft er vehement gegen den erstarrten Akademismus. Als Mitbegründer und Vorsitzender der Berliner Sezession ließ er die Hauptstadt aus ihrem künstlerischen Dornröschenschlaf erwachen. Während seiner Amtszeit als Präsident der Preußischen Akademie der Künste (1920 - 1933) verschaffte er der jüngeren Künstlergeneration Raum für neue Entwicklungen, auch wenn er diese selber nicht immer zu schätzen wusste. 1927 wurde Liebermann Ehrenbürger seiner Heimatstadt Berlin.

 

 

 Park-Villa-LiebermannMit dem Bau der Villa betraute Liebermann den Architekten Paul Otto Baumgarten, der dem Haus eine klassizistische Prägung verlieh. An der Gartengestaltung nahm der Direktor der Hamburger Kunsthalle Alfred Lichtwark, der ein begeisterter Gartenformer war, entscheidenden Anteil. Liebermann und Lichtwark gestalteten auf dem Grundstück ein Arrangement unterschiedlicher Gartenräume: einen Bauerngarten mit üppigen blühenden Stauden, einen Nutzgarten, eine Blumenterrasse, drei Heckengärten, die als architektonischer Höhepunkt hervorzuheben sind, und eine große sich bis an das Ufer des Wannsees erstreckende Rasenfläche. In der Verbindung von klassizistischer Villenarchitektur und Gartenkunst erschuf sich Liebermann ein einmaliges Ensemble, ein blühendes Arkadien im Süden von Berlin.

 Wir hatten das einmalige Erlebnis, dass wir am Ort der Entstehung der Gemälde von Liebermann und in unmittelbarer Nähe zu seinen Motiven im Sonnenschein im Garten wandeln konnten. Es war uns, als wäre man in ein Gemälde von Liebermann eingetaucht. Die berühmten Birken hier, die Gartenparterre dort und auf dem Wannsee Boote mit weißen Segeln. Schon eine ganz besondere Atmosphäre! Im Haus selber konnte man in den oberen Etagen die Gemälde des Künstlers bewundern: mein persönliches Highlight! Es war schwer, sich davon zu trennen.


Zurück in Berlin gingen wir zum Abendessen ins Restaurant „Mutter Hoppe“, einem typisch Berlinerischen Lokal im Nikolei-Viertel. Mit Havelzanderfilet in Butter gebraten waren wir wieder im Thema und bestens bedient. Urig, Berlinerisch, wa!!!

 

Montag, 26.04.2010

 

Heute durften wir einmal ausschlafen, da wir den heutigen Tag ganz nach Lust und Laune (- wie es heißt - zur freien Verfügung hatte) verbringen konnten. So verabredeten sich kleine Gruppen und gingen zu den Stelen, eine andere Gruppe ging ins Regierungsviertel und wollte bei diesem schönen Wetter die Aussicht aus der Glaskuppel des Reichstages genießen, oder man fuhr mit dem Boot auf der Spree entlang oder ging ins KADEWE. Irgendwo traf man sich wieder. So gegen 15 Uhr, als wir uns aus allen Richtungen ins Hotel begaben, verschwand auch die Sonne und es regnete ganz leise. Was hatte das wohl zu bedeuten? Ja, wir sind auch ein wenig traurig, dass die Zeit schon vorbei ist. 

Wir werden wieder mit dem Taxi zum Bahnhof gefahren und haben noch ein wenig

Zeit, uns den Bahnhof etwas näher anzuschauen. 

Dann saßen wir im ICE Richtung Erftstadt und ließen die Besuchstage noch einmal im Geiste an uns vorüber ziehen.

Ich freue mich, dass wir eine so schöne Gruppe waren und möchte mich bei allen Teilnehmern noch einmal ganz herzlich bedanken.

 Ihre Rita Frings

 

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